Steuerungsgruppe Notebookprojekt

Das Notebook als Lernwerkzeug

Die Städtische Realschule Hörstel führt seit dem Schuljahr 2003/2004 mit großem Erfolg ein Notebook-Projekt durch. Seit Januar 2007 ist das Notebook-Projekt laut Schulkonferenz ein ständiges Angebot der Städtischen Realschule Hörstel. Zurzeit lernen ca. 230 Schülerinnen und Schüler in jeweils zwei Klassen der Jahrgangsstufen 7 bis 10 mit persönlichen Notebooks.

Im Mittelpunkt dieses Projektes steht nicht das technische Medium, vielmehr bietet das Notebook die Chance das Lernen als aktiven und individuellen Prozess zu organisieren.

Getragen wird das Projekt durch:

  • die Eltern, die das Notebook bezahlen;

  • die Schülerinnen und Schüler, die ihrer Verantwortung als Notebookschüler gerecht werden;

  • die Schule, die den Unterricht dem Notebook entsprechend entwickelt, das Projekt organisiert und evaluiert;

  • den Schulträger, der die erforderliche Infrastruktur bereitstellt  und die Administration finanziell unterstützt;

  • der Förderverein und Sponsoren, die u.a. durch einen Sozialfonds sicherstellen, dass kein Kind aus finanziellen Gründen vom Unterricht in Notebookklassen ausgeschlossen bleibt.

 

Notebooks in  der Schule?

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Die Schule soll auf eine sich wandelnde Gesellschaft und Berufswelt vorbereiten. Dazu gehört auch der praktische Umgang mit moderner Technologie.

Moderne Technik ist Teil des Schüleralltags. Das Notebook als Lern- und Arbeitsgerät in der Schule knüpft daran an und zeigt, dass Computer und Internet nicht nur zum Spielen da sind.

Notebooks sind vielseitig. Die Anwendung reicht von schriftlichen, grafischen und bildlichen Darstellungen bis zu bewegten Bildern und Tonwiedergaben. Diese Vielseitigkeit hilft dem Verständnis schwieriger Sachverhalte, erleichtert das Lernen und man behält auch mehr.

Notebooks erlauben einer Lehrkraft ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten als der übliche Unterricht. Er wird farbiger, abwechslungsreicher, anschaulicher. Notebooks machen den Unterricht interessant und schaffen mehr Freude am Lernen.

Notebooks unterstützen das selbstständige Lernen im Unterricht, das Lernen in Arbeitsgruppen, den Informationsaustausch und die Präsentation von Arbeitsergebnissen. Auch zu Hause wird das selbstständige Lernen gefördert, z.B. bei Internetrecherchen nach aktuellen Informationen für die Hausaufgaben.

Notebooks sind Arbeitsgeräte und Lernarchive zugleich. Gegenüber den „fliegenden Arbeitsblättern“, den Notizbüchlein, Hausaufgabenheften und einzelnen Fachheften erlauben sie eine systematischere Ordnung für Informationen und Lernergebnisse in den einzelnen Fächern.

Persönliche Schülernotebooks sind hochwertige Arbeitsgeräte; sie erfordern und fördern einen sorgfältigen und verantwortungsbewussten Umgang. Diese Sorgfalt kommt nicht nur dem Lernen in der Schule zugute, sondern auch dem späteren (Berufs-) Leben.

Notebook-Klassen sind immer etwas Besonderes. Schülerinnen und Schüler identifizieren sich mit ihrer Schule, sie sind stolz, dabei zu sein.

Notebooks fördern das Verständnis und die Routine im Umgang mit moderner Technologie. Beides ist wichtig für eine Vielzahl von Berufen. Speziell für Mädchen ist die frühe Begegnung mit moderner Technik von großem Vorteil.

 

Wie sieht Notebook-Unterricht eigentlich aus?

Das Notebook wird in immer mehr Fächern eingesetzt – aber nur dann, wenn es auch einen Mehrwert bringt, und das hängt nach wie vor vom Unterrichtsziel und Unterrichtsthema ab. Es gibt Schwerpunktfächer, in denen häufiger mit dem Notebook gearbeitet wird. Deutsch, Englisch und Mathematik zählen dazu. Das Notebook dient als „Heft“, ist Übungsplattform und Sammelordner für Arbeitsblätter und Materialien und es dient der Informationsrecherche im Internet. Es ergänzt andere Formen des Lernens, ersetzt sie aber nicht.

 

Mit welcher Software wird gearbeitet?

In vielen Fächern kann Standardsoftware (so genannte „Office-Pakete“) für die Texterstellung, die Tabellenkalkulation und für Präsentationen genutzt werden. Ebenfalls in vielen Fächern werden aktuelle Informationen und Anschauungsmaterialien aus dem Internet besorgt. Im Deutsch- und Fremdsprachenunterricht dienen Notebook-Anwendungen dazu, Texte zu erstellen, zu korrigieren, Regelwissen und den Wortschatz (auch über Spracheingaben und -ausgaben) zu üben. In höheren Jahrgangsstufen verwenden Notebook-Klassen in den Fremd-sprachen auch digitale Wörterbücher. In Physik, Biologie, Chemie, in Geschichte, Erdkunde und Politik wird themenbezogene Software (z. B. „Vulkanismus“) und Software zur Simulation von Abläufen eingesetzt, die aufwändige Alternativen (Versuchsaufbauten in Physik oder Chemie) gut ersetzen. In Mathematik sorgt spezielle Algebra- und Geometriesoftware für besondere Anschaulichkeit und Übungsmöglichkeiten.

 

Wer schafft an?

Bewährt hat sich eine Sammelbestellung durch die Schule, die Angebote einholt und mit den Eltern auswählt. Diese Standardisierung erleichtert die Einrichtung des Betriebssystems, die Installation von Software und die Wartung der Geräte erheblich.

 

Wie teuer wird das Ganze?

Die Eltern müssen für die Anschaffung eines Notebooks und die Nebenkosten selbst aufkommen. Die Schule trifft die Auswahl aus kostengünstigen Angeboten und achtet auf eine familienverträgliche Lösung.

 

Vorkenntnisse

Die Schülerinnen und Schüler brauchen keine Vorkenntnisse. Wenn es solche gibt, können sie gewinnbringend für die ganze Klasse genutzt werden. Auch das ist „moderner“ Unterricht. Die Stadt Hörstel und die Volkshochschule bieten für Schülerinnen und Schüler Schreib- und Einführungskurse an (Computer, Internet, Softwareanwendungen). Die Lehrer vermitteln diese Kenntnisse im aktuellen Unterricht – und vieles lernt sich von alleine im täglichen Umgang.

Für Schülerinnen und Schüler in Notebook-Klassen gibt es Verhaltens-regeln für Notebooks – von der Pflege der Geräte, des Betriebssystems und der Software bis zum Schutz persönlicher Daten und der Wahrung „gesitteter“ Umgangsformen.

 

Computerkenntnisse der Eltern

Eltern von Notebook-Schülern haben nicht mehr so leicht Einblick in die häusliche Vor- und Nachbereitung. Grundwissen über den Computer und diverse Anwendungen sollte man sich aneignen, um den häuslichen Umgang mit dem Notebook und seine Nutzung als schulisches Arbeitsgerät richtig beurteilen zu können. Eltern können z.B. in Eigenregie Computerschulungen für Notebook-Eltern organisieren. Die Notebook-Lehrkräfte geben auf Elternabenden die notwendigen Informationen.

 

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Schuljahr 2014/15

In diesem Schuljahr gab es leider nicht genügend Anmeldungen für eine Notebook-Klasse, sodass das Notebook-Projekt ausläuft.

Evaluation

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