Lernen lernen

Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 haben wir an der städtischen Realschule Hörstel „Selbstgesteuertes Lernen“ (SegeL) verbindlich in den Fachunterricht  der Doppeljahrgangsstufe 5/6 und den Jahrgangsstufen 7-10 integriert. Fachspezifische und fachübergreifende Methoden sollen von den Schülerinnen und Schülern erprobt, vertieft und weiterentwickelt werden.

 

Die Richtlinien und Lehrpläne für die Realschule erteilen den am Schulleben Beteiligten den Auftrag, den Schülern nicht nur Wissen und fachliche Kompetenzen zu vermitteln, sondern auch bestimmte Grundhaltungen in der Lern- und Leistungsbereitschaft. Vor diesem Hintergrund haben wir folgendes Lernziel formuliert:

 

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich in einem permanent fortlaufenden Prozess die Fähigkeiten aneignen, Lernstrategien zu entwickeln und Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen.

 

Die vorliegenden Methodenhefte sind in diesem Zusammenhang ein wesentliches Werkzeug für die Schülerinnen und Schüler (SuS). Es ist für sie Anleitung und Nachschlagewerk in einem; begleitend zum Unterricht dient es sowohl der Einführung der Methoden als auch der Wiederholung und Vertiefung.

Grundsätzlich gilt dabei, dass alle im Folgenden beschriebenen Kompetenzen zunächst von den Lehrerinnen und Lehrern im Fachunterricht eingeführt und dort - immer auch unter Hinweis der entsprechenden Seiten in diesem Methodenheft - mit den Schülern erprobt werden.

m Sinne des Selbstgesteuerten Lernens werden die SuS dann aber konsequent dazu angehalten, ihre methodischen Fertigkeiten selbstständig zu vertiefen. Ergänzend zum Methodenheft erhalten die SuS deshalb einen Dokumentationsbogen für die vier Jahrgangsstufen zur Überprüfung der Durchführung der vorgegebenen Methoden des Selbstgesteuerten Lernens. Auf diesem Bogen wird ein verbindliches Pensum an Methoden aufgelistet, welches die SuS innerhalb von 2 Jahren möglichst eigenständig erledigen sollen.

Die ausgefüllten Bögen müssen die SuS dann am Ende der 6. Klasse bzw. der 10. Klasse bei ihren Klassenlehrerinnen und –lehrern abgeben.

Die Fachkolleginnen und –kollegen tragen ihrerseits die in ihrem Unterricht behandelten Methoden in einen Lehrerdokumentationsbogen ein. Somit wird ersichtlich, welche Methoden bereits eingeführt oder vertieft worden sind.

 

Bei der Auswahl der Methoden haben wir uns auf das konzentriert, was wir in der Unterrichtspraxis als besonders relevante, grundlegende Fähigkeiten beobachtet haben. Hierzu gehören in den Jahrgangsstufen 5+6 die fächerübergreifende Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Strategien zum sorgfältigen Erledigen der Hausaufgaben, Entwicklung von Lernplakaten oder die Erstellung von Mind-maps. In den Klassen 7 bis 10 findet sich beispielsweise fachübergreifendes Basiswissen,  wie das richtige Durchführen von Partner- und Gruppenarbeitsphasen, das eigenverantwortliche Arbeiten mit Wochenplänen und Tipps zum Anlegen von Dokumentationsmappen (z. B. Portfolios oder Facharbeiten). Die Förderung von Kompetenzen und Arbeitstechniken, die den Schüler befähigen in allen Fächern selbstständig zu arbeiten, stehen, wie in den Lehrplänen gefordert, in  beiden Heften im Vordergrund.

 

Schließlich versprechen wir uns von unserem neuen Konzept, auch Möglichkeiten der individuellen Förderung zu schaffen und uns gegenseitig zu einer Förderkultur zu ermutigen.

 

Unser Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, Verantwortung  für ihr Lernen zu übernehmen und auch für den späteren Beruf oder die weiterführende Schule gut vorbereitet zu sein.