Individuelle Förderung
Individuelle Förderung – Ein neues Paradigma von Schule
- Seit dem neuen Schulgesetz rückt die individuelle Förderung als Leitidee in das Zentrum der schulischen Arbeit und wendet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die leistungsschwachen, die besonders begabten und ebenso das Leistungsmittelfeld.
- Ziel ist die Schaffung eines Schulwesens, in dem jeder Schüler unabhängig von seiner Herkunft seine Chancen und Begabungen optimal nutzen und entfalten kann.
Kennzeichen einer optimalen individuellen Förderung in der Schule:
- Durch Anwendung entsprechender Instrumente und Verfahren werden Lernausgangslage, Lernstand und Lernbedarf der Schülerinnen und Schüler ermittelt.
- Zur effektiven Unterstützung, Förderung und Begleitung der jeweiligen Lernprozesse wird ein Konzept erstellt.
- Die individuellen Fördermaßnahmen werden ausgewertet und dokumentiert.
- Die im Konzept gebündelten Maßnahmen werden schulintern auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und weiterentwickelt.
Möglichkeiten differenzierter Förderangebote:
- zur Entfaltung von Begabungen;
- zur Vertiefung und Festigung von Lerninhalten;
- zur besonderen Förderung von neuen Schülerinnen und Schülern sowie Schulformwechslern;
- zur Unterstützung versetzungsgefährdeter sowie nicht versetzter Schülerinnen und Schüler;
- zur besonderen abschlussbezogenen Förderung.
Schulinternes Förderkonzept der Städtischen Realschule Hörstel
- Von einzelnen Bausteinen der individuellen Förderung auf dem Weg zu einem schulinternen Förderkonzept (Stand: 2009/2010)
- Durch individuelle Förderung sollen die Begabungen und Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern optimal zur Entfaltung gebracht werden. Dies ist die gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule.
Die fünf Basiselemente des schulinternen Förderkonzepts der Städtischen Realschule
- Förderung der Sach- und Methodenkompetenz im Unterricht
- Förderung individueller Interessen und Begabungen
- Außerunterrichtliche Förderung
- Förderung der Selbst- und Sozialkompetenz
- Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
1- Förderung der Sach- und Methodenkompetenz im Unterricht
- Binnendifferenzierung und Methodenvielfalt im Fachunterricht
- Integration des folgenden Aspekts in die schuleigenen Lernpläne: „Förderung der deutschen Sprache als Aufgabe des Unterrichts in allen Fächern“
- differenzierte Diagnose der Rechtschreibfähigkeit jedes einzelnen Schülers durch externe Fachleute zu Beginn von Jahrgangsstufe 5
- (Analyse durch die Arbeitsgruppe von Professor F. Schönweiss von der Universität Münster mithilfe eines Lernservers)
- jeweils eine zusätzliche Förderstunde in Deutsch, Mathematik und Englisch in den Jahrgangsstufen 5
- spezieller Unterricht für lese- und rechtschreibschwache Schüler (LRS-Unterricht) in den Jahrgangsstufen 5,6,7 und 8
- AG-Angebot Mathematik als Vorbereitung auf die zentrale Abschlussprüfung für Schüler der Jahrgangsstufe 10
- AG-Angebot Englisch als Vorbereitung auf die zentrale Abschlussprüfung für Schüler der Jahrgangsstufe 10
- Methodenheft zum selbstgesteuerten und kooperativen Lernen (= SegeL) für die Jahrgangsstufen 5 und 6
- Methodenheft zum selbstgesteuerten und kooperativen Lernen (= SegeL) für die Jahrgangsstufen 7, 8, 9 und 10 in Vorbereitung
- ein Schwerpunkttag pro Schuljahr:
- Jahrgangsstufe 5: Biologieunterricht im Zoo
- Jahrgangsstufe 6: Verkehrserziehungstag
- Jahrgangsstufe 7: Suchtprophylaxe
- Jahrgangsstufe 8: Anti-Mobbing-Tag
- 2-3 Projekttage in zweijährigem Rhythmus zu einem besonderen Thema/Motto (z. B. 2005: „Schule in Bewegung“; 2007: „Afrika“)
2- Förderung individueller Interessen und Begabungen
- Neigungsschwerpunkt (= 4. Arbeitsfach)
- Wahlpflicht–Angebote
- Laptop-Projekt
- Religionsunterricht oder Philosophieunterricht (Jg. 9 & 10)
- verschiedene Arbeitsgemeinschaften (z.B. Fußball, Schülerzeitung, ...)
- Teilnahme an Wettbewerben (z. B. Lesewettbewerb in der Jahrgangsstufe 6, Sportturniere, ...)
3- Außerunterrichtliche Förderung
- Hausaufgabenbetreuung
- Angebote im Rahmen des Programms „Geld oder Stelle“
- Vermittlung von Nachhilfeunterricht durch die SV
- „Schüler helfen Schülern“-Aktionen in den Klassen der Erprobungsstufe
- Schulband & Schulchor
4- Förderung der Selbst- und Sozialkompetenz
- Ergänzungsstunden in der Jahrgangsstufe 9 und 10 „Sozialkompetenz)
- Streit-Schlichter-Programm
- Schulsanitätsdienst
- Mitarbeit in der SV
- Mädchen-AG & Girls day
- Tag(e) religiöser Orientierung
- Patenamt für die neuen Schüler der Jahrgangsstufe 5
- Tätigkeit als Buspate (in Kooperation mit der Harkenberg-Hauptschule und deren Sozialpädagogen)
- Tätigkeit als Hausaufgabenhelfer
5- Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
- Schullaufbahnberatung
- Beratung bei Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten
- (enge Zusammenarbeit der Beratungslehrer mit externen Fachleuten und außerschulischen Institutionen)
- Beratung von Schulwechslern und Wiederholern
- Berufswahlorientierung
- Betreuung durch eine Schul- und Jugendseelsorgerin
- Beratung bei Suchtgefährdung
Kommunikation über Förderung
- Einsatz von Beurteilungsbögen bei Klassenarbeiten sowie förderbezogene Rückmeldungen nach Klassenarbeiten & Tests
- Lern- und Förderempfehlungen als Anlage zu den Zeugnissen
- Selbstbeurteilungsbögen von Schüler und Schülerinnen während der Erprobungsstufe
- differenzierte Evaluation des Laptop-Projektes
- pädagogische Konferenzen
- Gespräche mit den Klassen-, Fach- und Beratungslehrern
- Elternsprechtage (zusätzlicher Termin in der Jahrgangs-stufe 5)
- Diskussionen im Arbeitskreis Eltern
- Förderung als gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule
- Aufsätze im „Schulecho“ sowie pädagogische Abende zum Thema Förderung
Förderung & „guter Unterricht“
- Wir teilen das Motto der mit dem Gütesiegel „Individuelle Förderung“ des Schulministeriums ausgezeichneten Israhel-van-Meckenem-Realschule in Bocholt:
„Jede Stunde eine Förderstunde!“ - „Guter Unterricht“ ist für uns eine „tragende Säule“ unseres Förderkonzepts und somit die Unterrichtsentwicklung ein Kernstück unseres Schulentwicklungsprozesses.
- Eine Steuergruppe erarbeitet deshalb Möglichkeiten, um die Unterrichtsqualität an unserer Schule weiter zu optimieren.
Weiterentwicklung und Optimierung des schulinternen Förderkonzepts – Ideen, Pläne & Vorhaben:
- Teilnahme an Fortbildungen zur Erhöhung der Diagnosefähigkeit und zur Optimierung der Binnendifferenzierung
- Entwicklung von Verfahren zur Dokumentation der individuellen Förderung
- Konzeption und Einsatz weiterer Feedback-Bögen
- Arbeiten mit Portfolios und/oder Lerntagebüchern
- Einrichtung von Lernstudios als besondere Form der äußeren Differenzierung
- Ausbau der Beratung von Schülern mit Lernschwierigkeiten (Lernentwicklungsgespräche mit den Kindern und den Eltern)
- Einrichtung eines „Lernbüros“ - Koordinationsstelle des Förderbedarfs und Entwicklungsort passgenauer Unterstützungsangebote
- Bildung von klassen- und/oder jahrgangsübergreifenden Lerngruppen mit speziellem Förderbedarf
- Ausbau der Betreuung von versetzungsgefährdeten Schülern durch geeignete Formen der äußeren Differenzierung
- Ausbau der Betreuung von Wiederholern durch geeignete Formen der äußeren weitere Angebote zur Förderung der Sozial- und Selbstkompetenz (z.B. zusätzliche Maßnahmen zur Gewaltprävention; AG „Gutes Benehmen heute?!“)
- (Hoch-)Begabtenförderung (z. B. Besuch von Kinder-Unis mit Schülern der Jahrgangsstufe 5 und 6; AG „Philosophieren mit Kindern)
- Evaluation weiterer ausgewählter Fördermaßnahmen/des gesamten Förderkonzepts
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