Streitschlichtung

Streitschlichtung

Wenn zwei sich streiten, kommt der Dritte – und schlichtet!

Was ist Schlichtung?

  • Eine Schlichtung (oder Mediation) ist eine Vermittlung zwischen Konfliktparteien durch eine oder mehrere neutrale Personen.
  • Eine Schlichtung ist keine Gerichtsverhandlung.
  • Eine Schlichtung ist kein Schiedsspruch.
  • In einem Gespräch, das nach bestimmten Regeln verläuft, erarbeiten die Konfliktparteien mit Hilfe des Streitschlichters selbst eine Lösung für ihr Problem.

 

Was sind Streitschlichter?

  • Schlichter sind Schüler/Schülerinnen, die besonders dafür ausgebildet sind, eine Streitschlichtung durchzuführen.
  • Sie haben gelernt neutral zu bleiben, Vertraulichkeit zu wahren und die Streitenden zu Kompromissen zu leiten.

 

Ziele der Schlichtung:

  • Streitpunkte erkennen
  • am Konflikt/Streit arbeiten ohne „Autoritäten“
  • eigene Standpunkte überdenken
  • Kompromisse finden
  • Konfliktlösungen ohne Niederlage

 

Vorteile der Schlichtung:

  • weniger Aggressionen
  • weniger Strafen
  • Selbstverantwortlichkeit

 

Wie kommt Schlichtung zustande?

  • Die Streitenden suchen eine Schlichtung.
  • Mitschüler oder Lehrer empfehlen eine Schlichtung.
  • Die Schlichter bieten ihre Hilfe an.

 

Schlichter/Schlichterinnen sollen:

  • neutral sein
  • Vertraulichkeiten wahren
  • Ablauf und Regeln der Schlichtung vorstellen und erklären
  • Regelverstöße unterbinden
  • Schritte der Schlichtung einleiten und beenden
  • aktiv zuhören, paraphrasieren
  • Lösungssuche unterstützen
  • Abkommen schriftlich festhalten

 

Schlichter/Schlichterinnen sollen nicht:

  • urteilen, wer mehr oder weniger Schuld hatte, was richtig und was falsch war
  • Lösungen diktieren

 

Wie verläuft ein Gespräch bei den Streitschlichtern?

  • den Streit und seine Gefühle beschreiben sowie seinen Standpunkt begründen
  • den Standpunkt der anderen Konfliktpartei zusammenfassen
  • Lösungsmöglichkeiten finden, welche die Bedürfnisse beider Konfliktparteien berücksichtigen
  • sich für die beste Lösung entscheiden und ein Abkommen schließen

 

Regeln für das Gespräch:

  • ausreden lassen
  • „Ich-Botschaften“verwenden und „Du-Botschaften“ vermeiden
  • Beispiele: („Du-Botschaft“: Kannst du nicht aufpassen, wohin du dich setzt!, „Ich-Botschaft“: Ich bin wütend, dass du dich auf meine Diskette gesetzt hast, weil sie mir sehr wertvoll war.)